Now! Magazin CD-Review

by The Black Riders

The Black Riders
The Guns Are Rested

Von: Philipp Schmidt

Unter Starkstrom durch den Wilden Westen.

Ben Martin und Michael Prowaznik zählen zu den umtriebigsten Gestalten der heimischen Szene. Ersterer hat stimmige Singer/Songwriter-Platten veröffentlicht und produziert mit der Band I Am Cereals freigeistigen Electro-Pop. Prowaznik wiederum zählt zwischen Rock und Jazz zu den stärksten Schlagzeugern des Landes und ist dementsprechend gefragt. Als The Black Riders leben die beiden Musiker jetzt ihre bislang geheime Desperado-Seite aus und reiten mit gewaltigen Pferdestärken durch die Weiten der amerikanischen Musiklandschaft. The Guns Are Rested hallt nur so vor Echos von 1970er-Rock, Western-Soundtracks, Country-Musik und Blues wider. Live aufgenommen und danach nur mehr minimal überarbeitet, reflektiert das Material die Spielfreude des Duos. Selbstbewusst gestattet es sich ganz ruhige Passagen, kann aber auch so losrocken, dass man hinter The Black Riders eine Band von mindestens vier Musikern vermuten würde. Muskulös die Eröffnung mit „Chasing Rabbits“, schön rau „Reflect Your Behaviour“, in dem man sich ein langea Break erlaubt und das Tempo völlig herausnimmt. Sowohl die Instrumentalstücke wie die wilde „Freight Train Symphony“ oder der Bluesrocker „The Ambush“ als auch die melodiestärkeren Songs wie das romantische „The Buzzard“ oder „On The Horizon“ überzeugen. Ein paar Längen gibt es zwar, sie stören auf einem Album, das sich Zeit nimmt und viel Raum erobert, aber nur marginal.

Redaktionswertung: 4/5

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